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Für jeden was dabei - Mannschaftslaufbahnen in der Streitkräftebasis

Auch als Soldat/-in in der Streitkräftebasis (SKB) zu dienen, heißt, berufsnah oder den Neigungen entsprechend eingesetzt zu werden. Dabei sind auch ungewöhnliche Werdegänge möglich. Körperlich und geistig geeigneten deutschen Staatsbürgern steht der Weg offen, nachdem die Schulpflicht erfüllt ist. Nach der Grundausbildung warten Verwendungen auch bei den Truppenteilen der SKB auf Gefreite bis Oberstabsgefreite, die sich für mindestens vier Jahre verpflichtet haben.

Ein Soldat sitzt an einem Schreibtisch auf dem ein PC-Bildschirm steht.

Frank Materna an seinem Bildschirmarbeitsplatz in Donauwörth (Quelle: infopost)Größere Abbildung anzeigen

Der PC-Fachmann

Der Stabsgefreite Frank Materna ist 24 Jahre alt. Er ist „IT-ler“ in der dritten Kompanie des EloKa-Bataillons 922 (EloKa = Elektronische Kampfführung). In diesem Verband arbeiten absolute Spezialisten. Sie stellen sicher, dass Kampfeinheiten kommunizieren können, ohne dass ihr Funkverkehr gestört wird. Zudem arbeiten die Soldaten in der Aufklärung von Funksignalen. Frank Materna ist am Standort als Nutzerbetreuer für PC tätig. „Ich bin sozusagen ‚Mädchen’ für alles“, schmunzelt er. Denn auch, wenn sich die Fachleute in ihrem System sehr gut auskennen, gibt es im Alltag eines Netzwerkes immer mal das eine oder andere Problem. „Wer kennt das nicht von daheim? Mal fährt ein Arbeitsplatzrechner einfach nicht hoch, jemand hat sein Passwort vergessen und kann sich nicht mehr anmelden.“

Dann klingelt Franks Telefon in der DV-Gruppe, und er führt den Kameraden bzw. die Kameradin sicher durch das System, um ihn/sie wieder arbeitsfähig zu machen. Das sei vergleichbar mit einem „Call-Center“, sagt er. In vielen Fällen sucht er den Nutzer auch auf und klärt das Problem direkt an dessen Arbeitsplatz.

Ein Soldat sitzt mit technischem Gerät in einem Erdloch und hält eine Antenne hoch.

Auch für EloKa-Soldaten betreut Materna Spezial-DV-Programme (Quelle: infopost)Größere Abbildung anzeigen

„Ich habe es am liebsten, wenn die Systeme stabil laufen, alle Verbindungen stehen. Dann habe ich meinen Job richtig gemacht.“ Trotzdem schätzt er den Kontakt zu den Nutzern, die in dem Mannschaftsdienstgrad eine helfende Hand sehen. Eigentlich ist er gelernter Schreiner. „Aber Computer haben mich schon immer fasziniert. Ein Bekannter riet mir, mich bei der Bundeswehr zu erkundigen.“ Der Karriereberater erkannte, dass Frank Know How hat und echtes Interesse am Soldatenberuf. So kam er nach der Grundausbildung in Roth nach Donauwörth als Serververwalter. „Das ist genau das, was ich wollte.“ Denn im Anschluss an seine vierjährige Verpflichtungszeit wird Frank Informatik studieren.

Die Tätigkeit im EloKaBtl wird anerkannt als praktische Ausbildung. „Mehr Erfahrung als hier konnte ich kaum irgendwo sammeln. Vor allem lernte ich Systeme kennen, die ‚draußen’ nicht üblich sind.“ Neben den bekannten Windows-Varianten kennt sich Frank in Linux-Systemen bestens aus. Wie wichtig seine Arbeit ist, vermitteln ihm seine Nutzer. Denn deren Aufklärungsergebnisse und Erkenntnisse fließen in die Lagebilder aus dem Einsatz ein und bilden oft Grundlagen für Entscheidungen. Seinen Anspruch auf Berufsförderung nutzt der Stabsgefreite mit Fachabitur zur Weiterbildung und Vorbereitung seines Studiums.

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Mehrere Soldaten exerzieren mit dem Gewehr.

Obergefreiter David Rothe beim Exerzieren (Quelle: infopost)Größere Abbildung anzeigen

Protokoll und Perfektion

„Es ist ein tolles Gefühl, wenn einem die höchsten Staatsgäste mit Respekt begegnen“, berichtet Obergefreiter David Rothe nicht ohne Stolz. „Semper Talis“, das bedeutet „stets gleich“ und ist Wahlspruch des Wachbataillons, der den Alltag des 20-jährigen Obergefreiten aus Berlin prägt. „Einen Dienst für mein Land zu leisten, und es im Ernstfall verteidigen zu können“, dies sind die Hauptgründe für den Abiturienten gewesen, sich für die Absolvierung seines Wehrdienstes bei der 2. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung zu entscheiden. Es sind hohe Anforderungen, die der protokollarische Dienst stellt: „Jede uneinheitliche Bewegung fällt sofort auf und zerstört das Gesamtbild“, sagt Rothe, der mit seinen Kameraden bei Staatsbesuchen repräsentiert.

Das Exerzieren mit dem Karabiner oder das lange Vorüben von Abläufen sei alles andere als langweilig. „Da muss alles perfekt sitzen!“ Denn die Soldaten sind mit das Erste, was ein Staatsgast in der Bundesrepublik Deutschland sieht. Daher muss jeder Bewegungsablauf 1A ausgeführt werden. „Schließlich wollen wir alle im Bataillon ein möglichst optimales Bild für den Staatsgast abgeben. Die harte Arbeit zahlt sich immer aus“, schildert Rothe seine Einstellung und die seiner Kameraden.

Das Wachbataillon beim großen Zapfenstreich in der Dunkelheit mit Fackeln in den Händen.

Großer Zapfenstreich (Quelle: infopost)Größere Abbildung anzeigen

Dazu gehört, die Uniform „in Schuss“ zu halten und zu pflegen. Bügeln und Nähen stehen darum ebenso auf dem Dienstplan. „Die meisten haben so etwas zu Hause nicht gelernt, aber hier brauchen wir das“, erzählt Obergefreiter Rothe. Vor jedem Einsatz müssen die Hemden und Jacken tiptop aussehen und werden daher durch die Vorgesetzten kontrolliert. „Solange zu bügeln konnte ich mir bis dato nie vorstellen“, berichtet Rothe lachend, den die stetige Forderung nach Perfektion, Ordnung, Sauberkeit und akkuratem Auftreten durchaus prägt. „Man lernt vorausschauender zu denken und zu handeln. Vieles aus dem Dienst findet sich auch im privaten Leben, so zum Beispiel, meine eigenen Interessen teilweise für die der Gemeinschaft hinten an zustellen“, so Rothe.

In der Gemeinschaft zu leben und zu handeln ist ein wichtiger Aspekt. Niemand ist hier einer von vielen, sondern viele bilden eine Einheit. Die Leistung jedes einzelnen Soldaten ist wichtig.“ Im Gegensatz zum protokollarischen Ehrendienst steht der Dienst im Gelände, der Themen des infanteristischen Kampfes und des Wachdienstes umfasst. Auf die Frage, was sich der 20-jährige David Rothe für seine Zukunft vorstellen könne, antwortet er, dass er vorerst beabsichtige, bei der Bundeswehr zu bleiben und eventuell in die Laufbahn der Offiziere oder Feldwebel zu wechseln. Möglich für ihn wäre jedoch auch, bei der Polizei beschäftigt zu sein oder Sport zu studieren. Zunächst möchte er aber weiter im Wachbataillon dienen und dort noch vielen Staatsgästen die militärischen Ehren erweisen.

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Ein Soldat sitzt vor einem Schreibtisch und schaut auf einen Computermonitor.

Geschäftszimmerarbeit ist Büroarbeit (Quelle: infopost)Größere Abbildung anzeigen

Der gute Geist im GeZi

Jede Kompanie hat eins. Jedes Bataillon hat ein größeres. Im Geschäftszimmer laufen die Fäden zusammen. Der Begriff „GeZi“ als Abkürzung für das Geschäftszimmer/Organisationsbüro ist jedem Soldaten und jeder Soldatin geläufig. Es ist täglicher Anlaufpunkt für jeden Dienstgrad. Am Soldaten im GeZi kommt niemand vorbei. So auch nicht am Stabsgefreiten Jan Knop. Der SaZ 4 (Soldat auf Zeit für 4 Jahre) leistet seinen Dienst im Presse- und Informationszentrum (PIZ ) der Streitkräftebasis. „Meine Vorgesetzten sind mit der Informationsarbeit dieses Organisationsbereiches betraut. Sie verfassen Artikel, arbeiten mit der zivilen Presse zusammen, organisieren Besichtigungen und Pressetage und beschicken Messen mit Informationsständen.“ Knop nimmt ihnen in diesem Zusammenhang etliche administrative Aufgaben ab und erleichtert den Fachleuten seiner Abteilung die notwendigen Vorbereitungen. Zusammen mit „seinem“ Stabsfeldwebel, sozusagen dem Bürovorsteher, kümmert sich Jan um einen reibungslosen Dienstbetrieb. „Ich lasse die Dienstreiseanträge genehmigen, fülle Formulare aus für die PIZ-Angehörigen“, beschreibt er seinen Alltag.

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Porträtfoto von Jan Knop.

Hauptgefreiter Jan Knop (Quelle: infopost)Größere Abbildung anzeigen

Dazu gehört auch die Wartung der beiden Dienst-Pkw. „So ein Pressetermin kann auch mal von jetzt auf gleich stattfinden, wegen der Aktualität. Dann muss es schnell gehen. Mit der Bürokratie und auch mit dem Fahrzeug.“ Fahraufträge ausstellen, Presseartikel auswerten und für die Vorgesetzten zusammen stellen, sind neben dem Postverkehr nur ein Teil der vielen Aufgaben im Dienst. Wer krank wird, meldet sich zum Beispiel auch bei Knop zum Arzt ab: „Ich weiß immer, wo alle sind“, grinst er. Spaß mache ihm die Arbeit im Team mit den anderen Mannschaftsdienstgraden im PIZ und den Vorgesetzten. Ihm gefällt die Kameradschaft, von der er schon vor seiner Zeit als Soldat gehört hatte. Daraus ist das Interesse am Soldatenberuf gewachsen, beschreibt der Stabsgefreite seine Motivation zum „Bund“ gegangen zu sein. Erst einmal dabei, konnte er seine Fachhochschulreife über die Berufsförderung erreichen. „Ich möchte im Anschluss im Bereich Wirtschaft und Verwaltung studieren.“ Der 22-Jährige schätzt auch die Möglichkeiten, die der allgemeine Dienst bietet, wie Sport und Schießausbildung. „So bleibt es auch für einen Büromenschen immer abwechslungsreich.“

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Sonntag, 30. August 2015

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